Über mich

Mein Weg zum Mathe-Mentor

Seit meiner Kindheit habe ich eine tiefe Begeisterung für Zahlen und Mathematik entwickelt. Eine Geschichte aus meiner Grundschulzeit zeigt, wie früh diese Leidenschaft begann: Ich wurde „Eckenkönig“ beim kleinen 1×1 und verteidigte diesen Titel Woche für Woche, bis die Lehrerin schließlich entschied, dass auch andere eine Chance bekommen sollten.
Dieses Bestreben, immer der Beste in Mathematik zu sein, prägte mein weiteres Lernen. Die Freude am Lösen von Herausforderungen führte dazu, dass ich in Mathematik stets die Hausaufgaben machte und mich auch bei Extraaufgaben intensiv bemühte. Diese Disziplin ermöglichte mir, ein tiefes Verständnis für mathematische Zusammenhänge zu entwickeln.

Mathematik als Anker

Andere Fächer, wie Deutsch und Englisch, fielen mir hingegen schwerer. Trotz meines englischen Hintergrunds fühlte ich mich im Ausdruck oft unsicher. In der Mathematik hingegen hatte ich immer das Gefühl, sicher zu sein – ich wusste, dass ich mit den richtigen Berechnungen zu einer klaren Antwort komme. Doch die Unsicherheiten in anderen Fächern führten schließlich dazu, dass ich nach der sechsten Klasse vom Gymnasium auf die Gesamtschule wechselte.

Erste Lehrerfahrungen mit Saood

Nachdem ich vom Gymnasium auf die Gesamtschule gewechselt bin, erhielt ich einen neuen Sitznachbarn, Saood. Er war aufgrund einer Blinddarmentzündung mehrere Monate nicht in der Schule gewesen und hatte Schwierigkeiten, den Anschluss wiederzufinden – besonders in Mathematik. Das war der Beginn meiner ersten Lehrerfahrungen. Ich half ihm, insbesondere in Mathe, und gemeinsam konnten wir den Rückstand aufholen. Die Lehrer empfahlen Saood, die Klasse zu wiederholen oder auf eine einfachere Schule zu wechseln, doch er blieb und schaffte es, sich durch seine harte Arbeit ins Abitur zu kämpfen. Am Ende haben wir das Abitur zusammen gemacht, und heute ist Saood als Ingenieur tätig und kann seine Familie gut versorgen. Diese Erfahrung prägte mich sehr und zeigte mir, wie viel Freude es mir bereitet, anderen zu helfen und sie zu unterstützen.

Der Start meiner Nachhilfe-Karriere

Mein Mathematiklehrer Herr Rainer erkannte meine Begeisterung und bat mich, zwei Schülerinnen aus der siebten Klasse Nachhilfe zu geben. Die ersten Nachhilfestunden erfüllten mich mit einer Mischung aus Aufregung und Begeisterung– vor allem, als ich merkte, dass ich anderen tatsächlich helfen konnte. Für diese Tätigkeit auch noch bezahlt zu werden, fühlte sich damals unglaublich erfüllend an.

Von der Leidenschaft zum Beruf

Diese prägenden Erlebnisse, kombiniert mit meiner unveränderten Liebe zur Mathematik, führten schließlich dazu, dass ich 2016 den Schritt wagte, hauptberuflich Nachhilfe zu geben. Bis heute unterrichte ich mit großer Leidenschaft und freue mich, Schüler*innen auf ihrem Weg zum Erfolg zu begleiten.

Meine Lehrphilosophie

Ein Raum für Vertrauen und Offenheit

Zu Beginn der Stunde führen wir ein Begrüßungsritual durch, bei dem wir uns offen und herzlich mitteilen, was uns bewegt, beschäftigt und wie wir uns fühlen. Gefühle und Unsicherheiten sind stets willkommen, und dafür habe ich großes Verständnis. Ich versuche den Lernenden immer das Gefühl zu geben, dass sie Fehler machen dürfen, ohne dabei Angst haben zu müssen. Es ist völlig normal, die Mathe-Regeln nicht sofort zu beherrschen, und es ist absolut in Ordnung, Fragen mehrfach zu stellen – auch die gleiche Frage.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Zeit es manchmal braucht, um Dinge wirklich zu verstehen, und dass man Erklärungen öfter hören muss. Lernen braucht Zeit, und ich schaffe einen Raum, in dem kein unnötiger Druck entsteht. Für mich ist Selbstvertrauen weniger ein Zustand, der durch das Beherrschen eines Themas entsteht, sondern vielmehr die Fähigkeit, sich selbst zu akzeptieren und darauf zu vertrauen, dass man den Lernprozess durchläuft und daraus gestärkt hervorgeht.

Den Faden in der Mathematik wiederfinden

Eine einzelne mathematische Regel ist oft einfach zu verstehen, aber die Herausforderung entsteht, wenn mehrere Regeln kombiniert werden. Die Reihenfolge muss beachtet werden, und oft verlieren Lernende den Faden, wenn im Unterricht viele Regeln gleichzeitig erklärt werden. Aus eigener Erfahrung im Studium weiß ich, dass man hängen bleibt, sobald man einen Schritt nicht versteht. Genau an diesen Stellen setzen wir in der Nachhilfe an.
Wir konzentrieren uns auf die spezifischen Regeln, die den Lernenden noch Schwierigkeiten bereiten, und automatisieren sie durch Übung. Diese Bausteine sind oft sehr simpel. Sobald sie beherrscht werden, können die Lernenden im Unterricht wieder besser folgen, weil ihnen diese Regeln vertraut sind. Das verbessert nicht nur das Verständnis in der Nachhilfe, sondern wirkt sich auch positiv auf den regulären Schulunterricht aus.

Fahrplan zum Erfolg

In meiner Nachhilfe entwickeln wir strukturierte Fahrpläne, die Schritt für Schritt erklären, wie man bei spezifischen Aufgaben vorgeht. Diese Fahrpläne geben den Lernenden klare Orientierung und können eigenständig genutzt werden, um ähnliche Aufgabentypen erfolgreich zu bearbeiten. Sie erleichtern den Lernprozess, indem sie eine klare Struktur vorgeben, sodass die Lernenden nicht das Gefühl haben, allein gelassen zu werden, sondern sicher und systematisch durch die Aufgaben navigieren können.

Organisches Lernen

Meine Methode entwickelt sich ständig weiter, um den individuellen Bedürfnissen der Lernenden gerecht zu werden. Heute lege ich den Fokus auf stressfreies, praxisorientiertes Lernen. Anstatt die Lernenden mit theoretischen Erklärungen zu überfordern, lernen sie durch wiederholtes Üben und Automatisieren. Das schafft Sicherheit und Verständnis – ohne Druck. Dieser Ansatz fördert ein entspanntes, organisches Lernen, bei dem die Lernenden in ihrem eigenen Tempo Fortschritte machen.

Meine Lehrmethoden

Die Mathe-Routine

Die Mathe-Routine ist ein von mir entwickeltes Konzept, das die Nachhilfe begleitet und das mathematische Verständnis stärkt. Die individuell erstellten Übungsaufgaben sind keine klassischen Hausaufgaben, sondern basieren auf den Regeln, die die Lernenden noch verinnerlichen müssen. Diese bezeichne ich gerne als Mathe-Vokabeln, da sie wie Vokabeln durch tägliches Üben wiederholt werden müssen.
Ich erstelle Übungsblätter, die die Lernenden schrittweise an diese Regeln heranführen und dabei helfen, sie zu automatisieren. Die Übungen sind bewusst einfach gehalten – sie erfordern kein tiefes Verständnis oder komplexe Überlegungen, sondern lediglich Konzentration bei der Ausführung. Um die Mathe-Routine erfolgreich umzusetzen, entwickeln wir eine Strategie, wie die Lernenden sich täglich daran erinnern, diese Übungen zu absolvieren. Sie läuft parallel zur Nachhilfe und verfolgt das Ziel, Regeln durch regelmäßiges Üben zu festigen. Dabei achte ich darauf, dass die Aufgaben nicht nur effektiv, sondern auch unterhaltsam gestaltet sind, um die Motivation zu fördern.

Eine emotionale Grundlage für das Lernen schaffen

Neben dem Üben von mathematischen Regeln ist auch die emotionale Grundlage für den Lernerfolg entscheidend. Der Stundenplan lässt oft wenig Raum für Entspannung. Um dies auszugleichen, habe ich zwei einfache Methoden entwickelt, die wenig Zeit beanspruchen und die Verbindung zu sich selbst und untereinander fördern.

Die Minute in Stille

Nachdem wir uns begrüßt haben, nehmen wir uns eine Minute Zeit für Stille. Dabei können die Lernenden ihre Gedanken und Gefühle bewusst wahrnehmen. Diese kurze Pause hilft, sich auf den Moment zu konzentrieren und fördert Entspannung im Körper und Ruhe im Geist.

Das Check-in

Nach der Stille folgt das Check-in, auch bekannt als Befindlichkeitsrunde. Jede Person bekommt für 1–2 Minuten die volle Aufmerksamkeit des anderen, ohne Unterbrechungen. Das Mitteilen von Gedanken und Gefühlen hilft, Stress loszulassen und die Konzentrationsfähigkeit während der Nachhilfestunde zu verbessern. Durch diese Offenheit entsteht eine vertrauensvolle Verbindung, die das Hierarchie-Gefälle zwischen Lehrerin und Schülerin auflöst und die Angst vor Unwissenheit oder dem Stellen von Fragen verringert.